Einige Quellen zum Thema KI (insbesondere ChatGPT)

(letzte Aktualisierung 30.01.2023)

Der Chatbot ChatGPT kann hier ausprobiert werden: https://chat.openai.com – dazu ist allerdings ein (aktuell noch) kostenloser Account notwendig.

Dass dieser Dienst – vielleicht in einer leistungsfähigeren Pro-Variante – vermutlich bald kostenpflichtig wird, ist z.B. hier nachzulesen: https://www.theverge.com/2023/1/11/23549821/openai-professional-experimental-paid-version-waitlist-monetization

Hintergrundinformationen seitens des US-amerikanischen Unternehmen OpenAI, die hinter diesem Chatbot stehen, finden sich hier: https://openai.com/blog/chatgpt/ – etwas objektiver und mit diversen weiterführenden Informationen versehen ist z.B. der Artikel der entsprechenden Wikipedia-Seite.

KI in der Schule

  • Beat Döbeli Honegger, Professor für Digitalisierung und Bildung an der pädagogischen Hochschule Schwyz, hat einen sehr guten systematischen Überblick zum Thema hier. ChatGPT & Schule. Einschätzungen der Professur „Digitalisierung und Bildung“ der Pädagogischen Hochschule Schwyz (https://mia.phsz.ch/MIA/ChatGPT)
  • Philippe Wampfler, ebenfalls Schweizer, Lehrer, Fachdidaktiker, Kulturwissenschaftler und Experte für Lernen mit Neuen Medien, veröffentlich auf seinem Blog mehrere Einträge zum Thema KI-Kompetenzen. Hier der Link zur ersten, die sich damit beschäftigt, will man seine Anfragen sinnvoll formuliert. (https://schulesocialmedia.com/2022/12/14/kikompetenzen-teil-1-wie-mit-einem-kind-sprechen/)
    Äußerst interessant ist auch der dritte Teil, in dem Herr Wampfler darauf eingeht, wie Schüler:innen KI als Quelle angeben sollten. (https://schulesocialmedia.com/2023/01/10/kikompetenzen-teil-3-nutzung-transparent-nachweisen/)
  • Einige Überlegungen zu KI als Writing-Tutor teilt der Göttinger Gymnasiallehrer Hauke Pölert in seinem Blog: https://unterrichten.digital/2023/01/23/chatgpt-unterricht-feedback-mega-prompt/
  • Felicitas Macgilchrist, Leiterin des Arbeitsbereichs Medienforschung mit dem Schwerpunkt Bildungsmedien am Institut für Erziehungswissenschaft der Georg-August-Universität Göttingen, wurde vom Schulportal zum Thema interviewt: https://deutsches-schulportal.de/unterricht/chatgpt-in-der-schule-wer-hats-geschrieben/
    – z.B. dies kam dabei zur Sprache: „Die Diskussion, ob Hausaufgaben sinnvoll sind oder nicht, stellt sich nicht erst, seit es ChatGPT gibt, sondern zum Beispiel auch, weil einige Eltern die Hausaufgaben für ihre Kinder übernehmen. Wenn Lehrkräfte eine Aufgabe stellen, die KI machen kann, die zum Beispiel eher produktbezogen und weniger prozessbezogen ist, dann wird ChatGPT sicher von einigen Schülerinnen und Schülern genutzt werden.“
  • Zum Thema ChatGPT und der Datenschutz – eine erste Einschätzung äußert sich Dirk Thiede, Datenschutzbeauftragter für die Schulen im Kreis Olpe, NRW, hier: https://unterrichten.digital/2023/01/25/chatgpt-datenschutz-unterricht-schule/ 
    In diesem Zusammenhang notiert er u.a. auch 10 Beobachtungen für den unterrichtlichen Einsatz in der Schule und bewertet auch unterschiedliche Nutzungsszenarien.
  • Der Neurogenetiker Joe Dramiga hat sich im SciLog von Spektrum.de mit der Bloomschen Lernzieltaxonomie und ChatGTP (sowie ChatSonic) auseinandergesetzt. Konkret hat er die beiden KI-Systeme mit Fragen/Aufgaben zum Thema Sprachen zu den jeweiligen Stufen der Taxonomie konfrontiert: https://scilogs.spektrum.de/die-sankore-schriften/die-bloomsche-lernzieltaxonomie-chatgtp-und-chatsonic-im-test/

KI an der Hochschule

  • Doris Weßels, Professorin der Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule Kiel, hat schon im vergangenen Jahr über ChatGPT als “Meilenstein der KI-Entwicklung” geschrieben und sich Gedanken zur Rolle der KI in der Hochschulbildung gemacht: (https://www.forschung-und-lehre.de/lehre/chatgpt-ein-meilenstein-der-ki-entwicklung-5271)
    Ihre Prognosen sind durchaus hoffnungsvoll.
  • Als Reaktion auf diesen Beitrag äußert sich auch Gabi Reinmann, Professorin am Hamburger Zentrum für Universitäres Lehren und Lernen. (https://gabi-reinmann.de/?p=7534)
  • Eben jene Doris Weßels hat parallel dazu auch zur Verwendung softwaregestützer Tools und Techniken zur Plagiatsprüfung beim Verfassen von Arbeiten geschrieben. (https://www.forschung-und-lehre.de/zeitfragen/ki-gestuetzte-textproduktion-an-hochschulen-4292)
    Mit anderen Worten: Hier wird klar, wie wenig sinnvoll das Wettrüsten um eine technologische Erkennung von Betrug sein kann.
  • Lisa Hoffmann, studentische Mitarbeiterin im Hochschulforum Digitalisierung, führt hier eine sehr umfassende kommentierte Linkliste zum Thema ChatGPT im Hochschulkontext: https://hochschulforumdigitalisierung.de/de/blog/chatgpt-im-hochschulkontext-kommentierte-linksammlung
  • Mehrere Lehrerende der Universität Hamburg (Gunda Mohr, Gabi Reinmann, Nadia Blüthmann, Eileen Lübcke, Moritz Kreinsen) haben einen ausführlichen Grundlagentext zum Sprachmodell ChatGPT im Kontext der Hochschullehre verfasst: https://www.hul.uni-hamburg.de/ueber-uns/aktuelles/2023-01-22-chatgpt.html
    Kurz sei hier nur zitiert, was zu Prüfungsformaten geschrieben wurde: „Empfohlen wird derzeit vor allem, andere Prüfungsformate einzusetzen als Hausarbeiten oder andere (ohne Kontrolle verfasste) schriftliche Arbeiten, wie z.B. mündliche und praktische Prüfungen. Möglich erscheinen auch Aufgaben zur schriftlichen Bearbeitung, bei denen ChatGPT nur begrenzt helfen kann, z.B. Lerntagebücher mit Selbstreflexion, Aufgaben in Verbindung mit realen Gegenständen oder Situationen, die Produktion von Grafiken, Audios oder Videos.“

KI in der Erwachsenenbildung

  • Werner Sauter, Ausbilder an der Swiss Connect Academy, fragt (sich), inwiefern ChatGPT eine Revolution des Corporate Learning ist: https://sca.online/de/blog/chatgpt-eine-revolution-des-corporate-learning/
    Eine der Antworten, die er darauf gibt, lautet: „Die Lernenden müssen sich deshalb bewußt sein, dass sie sich nicht blind und unkritisch auf die Leistungsfähigkeit der Software verlassen dürfen. Sie müssen vielmehr ihre Werte und ihre Kompetenzen gezielt entwickeln, um mit den Ergebnissen, die ChatGPT liefert, verantwortungsbewußt und kritisch umgehen zu können.“

KI in der Kunst

  • Sandra Süsser, Kunstcoach, über den aktuellen Stand der KI-Kunst. (https://sandra-suesser.de/ki-kunst-probleme/)
    Probleme, die hier thematisiert werden sind, u.a. Datenmissbrauch (die Lerndaten für die KI), Schädigung von Künstlern, Identitätsdiebstahl, Abwertung von Kunst, Befürwortung von verantwortungsloser Tech-Entwicklung.
    Frau Süsser skizziert aber auch eine mögliche Zukunft mit ethischer KI-Kunst
  • Jürgen Siebert teilt seine Gedanken dazu, wie man die intelligenten Systeme als Werkzeug betrachten kann in seiner Kolumne für die Zeitschrift PAGE: Diener ohne Geist (https://page-online.de/branche-karriere/siebert-kolumne-diener-ohne-geist/)
    EIn Gedanke hier: Es gibt “Momente im Workflow, die man getrost Computern überlassen kann: automatisieren (schneller, verlässlicher, billiger), delegieren (ungeliebte, mühsame Tätigkei­ten), zuarbeiten (aufwendig, zeitraubend), augmentieren (neue Aspekte in die Arbeit einbringen) […] Varietät erzeugen, neue Ideen ausprobieren, da hilft digitale Intelligenz enorm. Allerdings kann sie in der zweiten Hälfte der Kreation, bei der Reduktion von Varietät, nichts beitragen, denn sie ist ein Diener ohne Geist.“

KI in der Wissenschaft

Alternative KI Systeme

(automatische) KI Erkennung

  • Kurze Vorstellung diverser Tools zur Erkennung von KI (https://www.ghacks.net/detect-whether-text-was-written-by-humans-or-ai/)
    Das Fazit: “To summarize, AI detectors are really good at detecting AI. Unfortunately, they often detect AI in human hands.”
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